Dienstag, 6. April 2010

Kiwis, Kiwis, Kiwis

Eine Woche arbeiten wir jetzt in dem Kiwipackhouse „Riverlook“ in Opotiki. Den langen Arbeitszeiten und der schlechten Bezahlung zum Trotz, gefällt es uns ganz gut. Wir mussten allerdings die Erfahrung machen dass, wenn Kiwis auf einem Förderband den ganzen Tag an einem vorbei rasen, sie einem nach ein paar Stunden erst wie Avocados, dann wie Zwiebeln, Kartoffeln, Birnen und letztendlich wieder wie Kiwis erscheinen. Ich mache an dieser Beobachtung die Verschiedenen Stufen des Wahnsinns fest.

Mal abgesehen vom Ostersonntag hatten wir die Osterfeiertage frei und wir nutzten dies um nach Gisborne, zum nationalen Surfcup zu fahren, um mit den besten des Landes zu surfen. Mit dabei waren vier Kollegen und so fuhren wir in einer Kolonne von drei Autos.

Um es kurz zu machen: Ich habe den Cup nicht gewonnen, was hauptsächlich daran lag, dass ich nicht teilnehmen durfte, da ich kein „Kiwi“ bin. Aber auch sonst waren die Wellen eine Liga zu groß für mich und so hielt sich der Erfolg in Grenzen. Ich surfte so lange, bis eine Welle mich durchwirbelte (was sehr häufig passierte) und sie mir die Finnen meines Surfboards in den Rücken rammte, die meinen „Wetsuit“ durchschnitten und deutliche Spuren auf meinem Rücken hinterließen.

Von diesem Misserfolg kaum entmutigt versuchte ich wenig später wieder mein Glück in den Wellen. Diesmal dauerte es nicht lange bis eine Welle mich, samt Surfboard auf den Grund drückte, wobei die Nase meines Boards brach.

Etwas ernüchtert griff ich zu meinem Bodyboard, welches mir aber auch nach wenigen Wellen durchbrach, und da Rico mir sein Bord nicht mehr leihen wollte, entschied ich mich, diese Wellen den Profis zu überlassen.

Jetzt versuche ich mich, mit reparierter Nase, weiter an Wellen, hier in Opotiki, wo die Arbeit morgen wieder losgeht.

Arohanui









1 Kommentar:

  1. Hey,
    Paranoia im Anfangsstadium?? Solange kleine grüne Kiwimännchen noch nicht nur deinen Van kriechen und versuchen, dich zu würgen, ist alles noch im grünen Bereich. Sonst helfen ein paar Tröpfchen Haldol !!
    Besser die Nase des Boards bricht als deine! Dass Rico dir nicht sein Board geliehen hat, spricht wohl für eine realistische Einschätzung deiner Surf Kunst bei der Wellenhöhe!
    So long
    Joja

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