Freitag, 18. Dezember 2009

Hallo Welt,
lange Zeit nichts passiert hier. Das liegt mal wieder daran , dass so unheimlich viel geschehen ist.
Zunächst erst einmal sollte an den letzten Beitrag angeknüpft werden.
Kurz nachdem dieser online war, gab es das besagte "Vorstellungsgespräch", welches eigentlich nur ein Termin für das Unterzeichnen des Arbeitvertrages darstellte. Inzwischen darf ich stolz den Namen des Unternehmens nennen, welches uns einstellte. Wither Hills. Einfach mal googlen ;) ist ein top Vinyard =).
Wir wurden dort also beschäftigt. Unser Team setzte sich zum größten Teil aus deutschen und aus kleineren Anteilen von Letten, Schweden und Locals zusammen. Wir hatten natürlich nicht den geringsten Schimmer was uns dort erwartete. Es begann zumindest ganz okay. Das Wetter war prima unsere Supervisor bis zu dem Zeitpunkt "okay" und die Arbeit nicht die schlimmste. Unser job war es, die Weinpflanzen auszudünnen. D.h. es wurden einfach überflüssige Sprösse von den Ästen entfernt bzw "raugerupft"=). Bezahlt wurde Mindestlohn, es sei denn, man kommt mit seinem Arbeitpensum über diese magische Grenze von 12,5$. Dann gibts mehr , hehe.
Nun sollte das allerdings nichts die Einzige Aufgabe bleiben. Fertilizing, einfaches düngen von jungen Pflanzen, Wirelifting, das spannen und liften von Drähten, damit die Pflanzen nicht von Wind abknicken oder überhaupt grage wachsen, und natürlich das Bud-Rubbing. Dazu muss mehr erwähnt werden. Ich denke es gehört zu den schrecklichsten Tätigkeiten, die es auf dieser Welt gibt. Dabei wird der Stamm der Pflanze ( mit etwas robusteren Handschuhen) "sauber gerubbelt" also von Knospen ect. befreit. Um das Ausmaß´dieser Grausamkeit zu erfahren, muss man es mal ausprobieren. Man läuft gebückt. Ständig. Durch unvorstellbar lange Reihen von Wein. Ich möchte nicht mehr darüber schreiben, diese schlimme Erinnerung ist noch zu frisch.
Nein, es war schlimm, aber wiederum eine gute Erfahrung. Und vor allem sind wunderbare Freundschafften herangewachsen. Zum einen zu Mitarbeitern, aber auch zu unseren Vorgesetzten.
Neben der Arbeit war stand auch viel anderer Spaß auf dem Programm. Wie gesagt das Wetter ist inzwischen -Sommer!?- und wir hatten gut zu tun mit Lagerfeuern am Strand, Baseball spielen und dem Behandeln Sonnenbränden.
Außerdem haben wir einen Rundflug unternommen, bei dem Jan selbst ans Steuer ging. Zum einen wollten wir uns die riesigen Felder mal von oben ansehen, zum anderen wollte Jan einfach gerne fliegen =)
Neben der Luft haben wir auch das Wasser erkundet. In Picton gibt es die Möglichkeit in Rahmen einer Regatta auf Booten anzuheuern. Und es ist genau so einfach. Hingefahren, angefragt und zack saßen wir im Boot. War super witzig, da der gesamte Segelclub aus netten Menschen besteht, die auch während, oder wie es bei uns der Fall war, sogar vor Beginn der Fahrt, gern Bier trinken =).
Diese Tour gehört zu einer der letzten Aktivitäten für mich in Neuseeland. Ich bin seit ca zwei Wochen wieder daheim. Mit einem lachendem und einem weinendem Herzen. Es fällt schwer den Freunden dort lebewohl zu sagen. Außerdem habe ich längst nicht alles dort gesehen. Ich weiß ich bin jung, aber es war tatsächlich ein Mädchen, weshalb ich zurückkam. Schmunzelt darüber oder versteht mich. Ich verstehe selbst, warum es ernste Zweifel für diese Entscheidung gibt.
Von meiner Seite aus wurde ich wieder herzlich in D-Land empfangen. Nun steht für mich wieder die gewohnte Arbeitswelt und dann bald der Lebensabschnitt des Studiums an. Danach werde ich mich wohl nocheinmal mit dem Thema Reisen befassen. Ich denke das auch NZ und Australien definitiv dabei sein könnten ;).
Ich wünsche Jan weiterhin alles gute. Er wird den Blog fortführen , so hoffe ich.
Also wir wollen weiter geile Berichte und Bilder hier sehen!
Frohes Fest
Daniel

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