Mittwoch, 12. August 2009

Erstens kommt es anders und zweitens.. als man denkt…

Dieses Zitat lässt sich auf einiges übertragen. Aber vor allem die Ankunft in unserer neuen Unterkunft bzw. Arbeitsplatz bestätigte diese wahren Worte auf ein Neues.
„WWOOfen“ bedeutet, gegen halbtägige Arbeit, eine Unterkunft und Mahlzeiten gestellt zu bekommen. Dabei ist es immer eine gute Möglichkeit, direkten Kontakt zu den Kiwis und deren Lebensphilosophie zu bekommen. Außerdem ist der Fortschritt des Verstehens sowie Sprechens der englischen Sprache ein glücklicher Nebeneffekt.
In unserer Vorstellung erwartete uns nun also das Leben auf einer Farm, mit dementsprechend niedrigen Erwartungen. Fakt ist aber ein modernes Bed & Breakfast mit Pool und Spa im Garten. Wir haben ein Doppelzimmer mit eigenem Badezimmer. Einen atemberauben unendlichen Ausblick von unserem Balkon und ganz nebenbei beheizbare Decken in den Betten.
Wendy und Lindsay (männl.), das Ehepaar, welches uns in ihren Palast aufgenommen hat, sind super nette Menschen, die besonders naturbewusst leben und sich -und uns, sehr gesund ernähren.
Unser Tagesablauf sieht so aus:
Um 8 gibt es Breakfast. Gewöhnlich Müsli mit Früchten. Halb 9 dann Beginn unserer Arbeitszeit. Derzeit hat Lindsay ein großes Planting-Projekt gestartet. Wir bepflanzen eine große Waldschneise mit ca. 150 kleinen Bäumchen pro Tag. Um 1pm ist Feierabend und es gibt so ziemlich jeden Tag Sandwiches mit dem niemals-sättigendem Weißbrot. Dafür abends jeweils umso besser, etwas Warmes.
Nebenbei haben wir noch 2 Ziegen, 2 Schweine, 3 Katzen und 11 Rinder zu füttern. Die erste Woche taten wir das mit 3 „WWOOfern“. Jan-L, Ich und Hugo, ein super netter Franzose, der bereits seit 2 Wochen dort beschäftigt war. Freundschaft war schnell geschlossen und wir waren viel unterwegs, wie z.B. Fischen. Auch unsere Ersten Pub-Erfahrungen haben wir mit ihm gemacht. War ein absolut gelungener Abend. Wir haben uns eine Gruppe von Maori Bauarbeitern zu Freunden machen können, welche uns dann auch bewiesen haben, dass Alkohol auch hier bekannte Wirkung hat. Kurz und gut: Wir haben den Maori-Gruß (Nase an Nase) kennengelernt, Spitznamen erhalten und das Pflanzen am nächsten Tag fiel sichtlich schwer…
Zu den weiteren Highlights hier zählt der Besuch eines Rugby Spiels in Auckland. Beeindruckend, aber wir können dem Sport nicht wirklich etwas abgewinnen.
Inzwischen ist Hugo weitergezogen und auch Jan Lasse ist vorübergehend fort. Er hat 25km weiter einen Job bekommen. Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass es 46 Bewerber auf diesen Job gab.. Er ist dort nun für 1-2 Wochen auf einem Vineyard beschäftigt.
Wir bleiben nun bis Anfang des nächsten Monats hier. (viel besser geht’s kaum) Die letzte Woche haben wir sogar Urlaub. Unser Elternersatz fährt für eine Woche weg und wir sollen auf das Haus aufpassen und die Tiere am leben erhalten.
Die nächsten Wochen sind also gesichert.
(Mehr Bilder sind jeweils unter Route, und dann auf dem jeweiligen Ort zu finden)

Ich















1 Kommentar:

  1. Der Ausblick ist ja echt mal pornös geil!
    Dass man für sowas nur "arbeiten muss"...in anderen Ländern müsste man dafür richtig Asche hinlegen :D

    Aber ich muss sagen, ich bin schon etwas neidisch auf euch. Das hört sich alles ziemlich cool an was ihr da so verzapft :P

    Beste Grüße aus good old Germany

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